2010-03-08

Gro�e L�cke im chinesischen Staatshaushalt

Die schlechten Wirtschaftsmeldungen aus China h�ufen sich:
China muss in diesem Jahr Schulden machen wie nie zuvor. Trotz der wirtschaftlichen Erholung wird das Haushaltsdefizit in diesem Jahr mit 1,05 Billionen Yuan (derzeit rund 113 Milliarden Euro) den h�chsten Stand seit der Gr�ndung der Volksrepublik vor 60 Jahren erreichen. Ursache des Defizits ist der geringe Anstieg der Staatseinnahmen wegen der weltweiten Wirtschaftskrise, wie Regierungschef Wen Jiabao zum Auftakt der diesj�hrigen Plenarsitzung des Volkskongresses berichtete. Als Wachstumsziel im laufenden Jahr gab er acht Prozent vor - nach einem Wachstum von 8,7 Prozent im Vorjahr. Nach den Konjunkturpaketen zur Ankurbelung der Wirtschaft im Vorjahr werden die Ausgaben der Zentral- und Lokalregierungen im diesj�hrigen Haushalt mit 11,4 Prozent nur noch halb so stark wachsen wie 2009. Im zentralen Haushalt von Finanzminister Xie Xuren allein steigen die Ausgaben nur noch um 6,3 Prozent.

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2010-03-01

China: Platzt bald die Boom-Blase?

In Telepolis wird mal wieder �ber das Platzen der China-Boom-Blase spekuliert - mit gewaltigen Folgen:
Letztendlich handelt es sich beim aktuellen chinesischen Boom-Zyklus um einen von Investments getriebenen Boom. Die Beispiele in Japan und USA haben aufgezeigt, wie solche Zyklen enden: in einem gro�en Knall. Der kommende Abschwung in China k�nnte sich als eine Monsterblase entpuppen, deren Platzen erst die eigentliche weltweite Depressionsphase einleiten wird. Damit d�rfte sich der Crash von 2009 lediglich als Ouvert�re zu einem noch gr��eren �konomischen Debakel offenbaren. ... Wenn es je eine gr��ere Superblase in der Weltwirtschaft gegeben hat als die weltweiten Derivatem�rkte, dann ist es der chinesische Immobilienmarkt. ... Die Investitionen bezogen auf das Bruttosozialprodukt erreichten im Jahr 2010 neue H�chstst�nde. Hierbei sind Kapitalinvestitionen zum dominanten Wachstumstreiber der chinesischen Wirtschaft avanciert und d�rften im Jahr 2009 f�r etwa 90 % des chinesischen Wachstums und �ber 50 % des chinesischen Bruttosozialproduktes verantwortlich gewesen sein. ... Das Wachstum der Kredite in China hat sich in den letzten Jahren um etwa 50 % mehr ausgeweitet als das Bruttosozialprodukt, womit sich das Risiko einer abrupten Kontraktion der chinesischen Wirtschaft stark erh�ht hat.

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2010-02-26

China gehen die Billig-Arbeitskr�fte aus

Billige Arbeiter werden im S�den und S�dosten Chinas verst�rkt zur Mangelware:
Die Exportindustrie in Chinas K�stenprovinzen Guangdong (in der Nachbarschaft von Hongkong) und Zheijiang (s�dlich von Shanghai) hat ein Problem, das sich bereits seit l�ngerem angek�ndigt hat, aber f�r europ�ische Ohren dennoch ganz ungew�hnlich klingt: Arbeitskr�ftemangel. Nach dem gerade zuende gegangenen chinesischen Neujahrsfest f�llt es vielen Unternehmen im Herzland der chinesischen Exportindustrie schwer, genug Arbeiter zu finden. Das geht aus einem Bericht der KP-Zeitung Global Times hervor. Viele Betriebe in der Exportindustrie besch�ftigen meist junge Wanderarbeiter aus den Inlandsprovinzen. Wie in China �blich sind diese �bers Neujahrsfest zu ihren Familien zur�ckgekehrt, und zeigen jetzt offenbar wenig Neigung, an ihre alten Arbeitspl�tze zur�ckzukehren.

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2010-01-25

Angst vor Blase: Chinas Wirtschaft w�chst & w�chst

In China w�chst die Wirtschaft wieder munter vor sich hin, doch die Entwicklung sch�rt auch �ngste vor einer neuen Blase:
Welch eine Weltwachstumslokomotive! Das frohlocken Optimisten. Das geht nicht mehr lange gut! Halten Skeptiker entgegen. Ein staatlicher Volkswirt rechnet f�r 2010 mit 9,5 Prozent Wachstum. Und provoziert die Frage: Wann steigt das Regime mit beiden F��en auf die Kreditbremse? ... Hohes Wachstum bringt die Staatsf�hrung in Peking in Zugzwang. In China wachsen Sorgen vor einer �berhitzung der Wirtschaft. Die Machthaber senden daher deutliche Signale f�r eine baldige Politikwende. Am Mittwoch vergangene Woche schlugen Kapitalm�rkte weltweit Kapriolen, nachdem bekannt geworden war, dass der Bankenregulierer China Banking Regulatory Commission (CBRC) gro�e Institute des Landes anwies, f�r den Rest des Monats keine Kredite mehr auszureichen. Die Staatsf�hrung will das Kreditwachstum im Gesamtjahr 2010 auf 7500 Mrd. Yuan (1100 Mrd. $) begrenzen. Vergangenes Jahr hatten die Banken auf Betreiben der Politik die Kreditvergabe enorm ausgeweitet: Mit 9590 Mrd. Yuan erreichte sie ein neues Rekordhoch. Dies war ein Mittel, mit dem sich die Regierung gegen die Krise stemmte - und erreichte, dass China von den Verwerfungen kaum getroffen wurde.

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2009-10-12

Chinesen wollen beim Flugzeugbau mitmischen

Die Chinesen haben ein neues Gesch�ftsfeld entdeckt, berichtet die FTD:
China dringt in den von Airbus und Boeing beherrschten Markt gro�er Passagierflugzeuge vor. Um sich mit Schl�sseltechnologien zu versorgen, kaufen die Asiaten westliche Firmen auf, wie j�ngst �sterreichs gr��te Luftfahrttechnikfirma FACC. Zudem laden sie den Westen zur Beteiligung an ihrem neuen gro�en Modell C919 f�r bis zu 190 Passagiere ein. Es soll 2014 fliegen und 2016 ausgeliefert werden. Eine FTD-Umfrage zeigt reges Interesse der Zulieferer an dem chinesischen Modell. So bewirbt sich die Flugzeugsparte der deutsch-schweizerischen Liebherr-Gruppe um Auftr�ge f�r das Fahrwerk, die Flugsteuerung und das Luftsystem mit dem Kabinendruck. Die US-Triebwerkhersteller General Electric sowie Pratt & Whitney wollen den Antrieb liefern. Sie schlagen modernste Technologien vor, f�r die sich bislang noch nicht einmal Airbus und Boeing entschieden haben. Pratt & Whitney bietet einen neuartigen sparsamen Jetantrieb mit Getriebe an, an dem auch MTU aus M�nchen beteiligt ist. Der Einstieg Chinas in den modernen Flugzeugbau ist die gr��te Bedrohung f�r Airbus und Boeing.

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2009-09-29

Siemens kann mit ICE-Technik in China nicht punkten

Siemens muss im Wettlauf um Gro�auftr�ge Pekings auf dem Schienennetz zur�ckstecken:
Der weltgr��te Bahntechnikhersteller Bombardier Transportation hat aus China einen Milliardenauftrag f�r den Bau von 80 Hochgeschwindigkeitsz�gen erhalten. ... F�r die Bahntechnikbranche ist Bombardiers Gesch�ft mit dem chinesischen Bahnministerium vor allem deshalb von Bedeutung, weil das kanadische Unternehmen dabei zum ersten Mal seine eigene Zefiro-Technologie verkauft. Der Hochgeschwindigkeitszug Zefiro 380 wird mit maximal 380 Kilometern pro Stunde der schnellste gewerblich eingesetzte Zug sein. ... Marktf�hrer sind bislang Velaro von Siemens, eine Technologie, die auf dem ICE 3 der Deutschen Bahn basiert, und die TGV-Technologie des franz�sischen Siemens-Konkurrenten Alstom.

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2009-09-23

Chinas Reiche stehen auf Luxus

Protzen geh�rt zum guten Ton unter Chinas Spitzenverdienern meldet Telepolis:
Mittlerweile ist, wie chinesische Medien berichten, China das Land geworden, in dem weltweit am meisten Luxusschlitten gekauft werden. So seien zwar die globalen Verkaufszahlen von BMW gesunken, aber die Verk�ufe in China um 26 Prozent gestiegen. BMW steht ganz oben in der Liste der Luxusg�ter, dann kommen Louis Vuitton, Mercedes-Benz und Rolex. �berhaupt werden 25 Prozent der Luxusg�ter in China gekauft. Eben habe man die USA �berholt und sei nach Angaben der World Luxury Association zum Land mit dem weltweit zweitgr��ten Markt f�r Luxusg�ter geworden. Darauf soll man allerdings nicht stolz sein, mahnt People's Daily. 13 Prozent der Chinesen kauften 2007, also vor der Wirtschaftskrise, noch Luxusg�ter. Das stimme mit der Verteilung des Reichtums �berein, die h�chst ungleich sei, hei�t es in dem parteieigenen Medium. 20 Prozent besitzen 80 Prozent des Reichtums, w�hrend viele Millionen gerade einmal von einem Dollar am Tag leben m�ssten. Der wachsende Konsum an Luxusg�tern weise darauf hin, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgehen k�nne.

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2009-09-21

Chinas "Krebsd�rfer"

Reuters berichtet �ber weitere Schattenseiten des Booms in China und macht dabei regelrechte "Krebsd�rfer" in einigen der "bl�henden" Regionen im Reich der Mitte aus:
Cancer casts a shadow over the villages in this region of China in southern Guangdong province, nestled among farmland contaminated by heavy metals used to make batteries, computer parts and other electronics devices. Every year, an estimated 460,000 people die prematurely in China due to exposure to air and water pollution, according to a 2007 World Bank study. Yun Yaoshun's two granddaughters died at the ages of 12 and 18, succumbing to kidney and stomach cancer even though these types of cancers rarely affect children. The World Health Organization has suggested that the high rate of such digestive cancers are due to the ingestion of polluted water. "It's because of Daboshan and the dirty water," said the 82-year-old grandmother. "The girls were always playing in the river, even our well water is contaminated," Yun told Reuters during a visit to the village. The river where the children played stretches from the bottom of the Daboshan mine, owned by state-owned Guangdong Dabaoshan Mining Co Ltd, past the ramshackle family home. Its waters are contaminated by cadmium, lead, indium and zinc and other metals. ... "China has many 'cancer villages' and it is very likely that these increased cases of cancer are due to water pollution," said Edward Chan, an official with Greenpeace in southern China. But it's not just water, the carcinogenic heavy metals are also entering the food chain.

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2009-09-09

China weltgr��ter Absatzmarkt f�r Autos

Es gibt mal wieder eine Boom-Meldung aus China: Das Reich der Mitte soll noch in diesem Jahr die USA als gr��ten Markt f�r Automobile �berrunden:
Rikscha ade: Dank staatlicher Konjunkturprogrammen werden in China in diesem Jahr erstmals mehr Autos verkauft werden als in jedem anderen Staat der Welt. Auch deutsche Hersteller freuen sich �ber das Riesen-Gesch�ft. ... "Der chinesische Pkw-Markt erlebt einen Boom mit teilweise �ber 30 Prozent Wachstum, was es selbst in den besten Jahren nicht gegeben hat", sagte Winfried Vahland, China-Chef von Volkswagen. Alle drei lokal produzierten Marken des chinesischen Marktf�hrers - VW, Audi and Skoda - erzielten Absatzrekorde. "Wir sind derzeit ausverkauft und arbeiten daran, unsere Produktionskapazit�ten zu erweitern", sagte Vahland, der in diesem Jahr mit einem "gut zweistelligen" Wachstum f�r Volkswagen rechnet. An Stelle einer Abwrackpr�mie wie in Deutschland oder den USA hat in China besonders eine Halbierung der Verkaufssteuer auf f�nf Prozent f�r Autos mit weniger als 1,6 Liter Hubraum den Absatz gef�rdert. Der Verkauf von Kleinwagen stieg in der ersten Jahresh�lfte um 45 Prozent. Besonders im r�ckst�ndigen Westen des Landes, wo noch viel Nachholbedarf ist, war die Nachfrage gro�. Die Regierung geht davon aus, dass bis Jahresende zw�lf Millionen Fahrzeuge verkauft werden, ein Anstieg um 28 Prozent. In den USA d�rften es nur zehn Millionen werden.

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2009-08-04

Post-Olympia-Blues in China

Die Olympischen Spiele haben keinen dauerhaften Aufschwung im chinesischen Bausektor mit sich gebracht, berichtet die S�ddeutsche Zeitung:
Ein Jahr nach den pomp�sen Spielen ver�den in China Hotels, B�rot�rme, Stadien - und die Hoffnung auf politischen Wandel und Verbesserung der Menschenrechte sinkt. Das gr��te verlassene Vogelnest der Erde steht in Peking. Das Olympiastadion wird kaum noch genutzt. Stra�enh�ndler verh�kern vor seinen Toren falsche Goldmedaillen an Touristen. "Olympische Goldmedaillen, billig, billig", rufen sie. Touristen zahlen daf�r, die leere Arena fotografieren zu d�rfen. Aber als Sportstadion oder f�r Konzerte ist der riesige Prestigebau mit seinen 90.000 Pl�tzen zu gro�. Genau ein Jahr nach den Olympischen Spielen in Peking symbolisiert das Vogelnest das zweifelhafte Erbe dieser Mega-Party. ... Die Hotels in Peking waren in diesem Juni nur zu 49,7 Prozent belegt. Und die Zimmer, die noch gebucht waren, erwirtschafteten 28,1 Prozent weniger Einnahmen als im Vorjahr. Im "Central Business District" der Hauptstadt stehen viele B�rohochh�user leer, die im vorolympischen Bauboom wie Bambussprossen hochgeschossen waren. Doch ein Regime, das seinen B�rgern gegen�ber nicht rechenschaftspflichtig ist, braucht sich um all das keine Sorgen zu machen. Die ganz gro�en Immobiliengesch�fte, m�glicherweise ein heimlicher Hauptgrund f�r die Ausrichtung olympischer Spiele schlechthin, hatten die Parteibonzen ohnehin schon im Vorfeld gemacht.

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2009-06-03

Hummer kommt unter den chinesischen Hammer

Ein chinesischer Konzern hat sich die Marke "Hummer" des pleiten US-Autobauers GM unter den Nagel gerissen:
Wenn alles glatt l�uft, d�rfen die Chinesen den Hummer bald legal nachbauen. Dann werden die Gel�ndewagen, die erst in Bagdad und sp�ter in Beverly Hills gro� raus kamen, an den Baumaschinenhersteller Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Co. verkauft. Dabei �bernehmen die Chinesen nach einer GM-Mitteilung vom Dienstag nicht nur die Markenrechte, sondern auch die F�hrungsmannschaft und die bestehenden H�ndlervertr�ge. "Wenn der Deal klappt, sind damit mehr als 3000 Jobs in den USA gesichert", sagt Markenchef James Taylor. Noch allerdings ist v�llig unklar, was Tengzhong - der gr��te private chinesische Hersteller von Maschinen f�r den Hoch- und Tiefbau sowie f�r den Energiesektor - mit dem Hummer anstellen will. Denn auch wenn die F�higkeiten des Gel�ndeg�ngers unbestritten sind, taugt er nur bedingt als Baustellenfahrzeug. Und eine neuerliche Milit�rkarriere ist f�r den einstigen W�stenkrieger denkbar unwahrscheinlich. Schlie�lich gibt es auch daf�r mittlerweile billigere und bessere Fahrzeuge. F�rs erste also wird der Hummer offenbar genau das bleiben, was er schon immer gewesen ist: Ein Gel�ndewagen von altem Schrot und Korn.

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2009-05-03

Hat China die Krise schon �berwunden?

Im Reich der Mitte tendieren die Zahlen (und die Stimmung?) wieder gen oben:
in China revidieren die Experten ihre Zahlen neuerdings nach oben. Die �konomen von UBS etwa erh�hten ihre Prognose f�r das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr gerade von sechs auf mindestens sieben Prozent. Ihre Kollegen von Goldman Sachs sind noch optimistischer und hievten ihre Voraussage von sechs auf 8,3 Prozent. Einzelne Indikatoren hatten sich zuvor deutlich von ihren Tiefstst�nden Ende 2008 erh�ht, darunter der Autoabsatz, die Stahlproduktion und der einschl�gige Index f�r die Bauwirtschaft. Derweil explodiert die Kreditvergabe. Allein im ersten Quartal erreichten die Ausleihungen der Banken 93 Prozent der Summe, die im gesamten Jahr 2008 vergeben wurde - der Hauptgrund daf�r, dass man die Wachstumsprognose erh�ht habe, sagt UBS-China-�konomin Wang Tao. Denn dies sei "die gr��te �berraschung" unter den positiven Indikatoren der ersten drei Monate des Jahres gewesen. Andy Rothman, �konom des Investmenthauses CLSA in Shanghai, listet weitere �berraschungen auf: "Die Wohnungsverk�ufe erholten sich schneller und st�rker als erwartet, die Realeinkommen wuchsen schneller, Dienstleistungen laufen gut." Rothman sieht China "auf dem richtigen Weg" und erwartet ebenfalls acht Prozent Wachstum und ein starkes Anziehen der Wirtschaft im zweiten Halbjahr. Und das alles ohne Hilfe der Exporte.

... Verantwortlich machen die Fachleute zumindest teilweise das Konjunkturprogramm der Regierung. Das ist nicht nur mit umgerechnet 450 Milliarden Euro in Relation zur heimischen Wirtschaftsleistung gr��er als in den meisten Industriel�ndern. Es wirkt auch rascher, denn die m�chtige Zentralregierung kann Beschl�sse z�giger durchdr�cken, als es die Regierungen der westlichen Demokratien verm�gen.

... Probleme gibt es vor allem in den Firmenbilanzen. Margen schrumpfen, Profite brechen ein. Gewinne gro�er und mittlerer Industrieunternehmen lagen im Januar und Februar laut CLSA-�konom Rothman 37 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Den Banken drohen durch die Kreditexplosion mittelfristig wieder neue faule Kredite.

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2009-04-14

Peking verk�ndet wieder mehr Wirtschaftswachstum

Die chinesische F�hrung sieht Hoffnungsschimmer mitten in der Krise und macht lautstark darauf aufmerksam:
Der Anfang des Jahres verlief f�r die Wirtschaft des Landes schlecht, doch nun deutet sich eine Besserung an. Der Regierung in Peking erschienen die aktuellen Daten so positiv, dass sie unbedingt vorab verk�ndet werden mussten. Die Industrieproduktion sei im M�rz um 8,3 Prozent gegen�ber dem Vormonat gestiegen, sagte Ministerpr�sident Wen Jiabao. Urspr�nglich sollte die Zahl erst in den kommenden Tagen vorgelegt werden. In den ersten beiden Monaten des Jahres hatte es einen deutlich geringeren Zuwachs gegeben. Zudem habe die Kreditvergabe im M�rz einen Rekordstand erreicht, die Inlandsnachfrage zeige ein "stabiles Wachstum", sagte Wen. Sollte die drittgr��te Volkswirtschaft die tiefe Krise in absehbarer Zeit tats�chlich �berwinden, k�nnte dies auch den Rest der Welt - vor allem angeschlagene Exportnationen wie Deutschland - stabilisieren. China hatte im Herbst ein Konjunkturpaket im Umfang von umgerechnet etwa 445 Mrd. Euro auf den Weg gebracht.

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2009-03-14

Chinas w�tende Wanderarbeiter

In Chinas Provinz staut sich in der Krise einiges an Konfliktpotenzial an:
Peking bef�rchtet soziale Unruhen. Rund 150 Millionen Landbewohner ziehen jedes Jahr auf der Suche nach Arbeit in die St�dte. Im Zuge einbrechender Exportm�rkte gingen schon mindestens 670.00 kleine und mittelst�ndische Unternehmen pleite. Laut der chinesischen Akademie f�r Sozialwissenschaften liegt die Erwerbslosenrate der an die 400 Millionen Stadtbewohner in China bei fast zehn Prozent. Hinzu kommen rund mehr als 20 Millionen Wanderarbeiter, die ihre Jobs verloren. Sie haben in den St�dten den Status von Gastarbeitern mit kaum sozialer Absicherung. Mit einem Teil ihres Gehalts versorgen sie oft die Verwandten auf dem Land. Deshalb leben sie meist am Existenzminimum. Die wirtschaftlichen Umw�lzungen treffen sie deshalb besonders hart. ... Im Internet schimpft ein �Wanderarbeiter namens Chen Miao� �ber arrogante und korrupte Eliten in Wirtschaft und Politik. Er endet mit einer Warnung an die chinesische F�hrung zum bevorstehenden 20. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Tiananmen-Protestbewegung am 4. Juni 1989. �Wenn Ihr uns weiter nicht wie Menschen behandelt und mit Eurer Korruption weitermacht, dann gehen wir vielleicht am 4. Juni auf die Stra�e�, schreibt Chen. �Und wir haben noch viel weniger zu verlieren als die Studenten damals.�

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2009-02-24

Chinas Elektroautos boomen

China findet viele Abnehmer f�r g�nstige Elektroautos, die beispielsweise dem Smart nicht un�hnlich sehen:
W�hrend US-Autokonzerne wie General Motors oder Ford noch an der Entwicklung einer eigenen Elektrofahrzeug-Strategie arbeiten und das kalifornische Unternehmen Tesla Motors seit seiner Gr�ndung im Jahr 2003 gerade einmal 200 Exemplare des 109.000 Dollar teuren Sportflitzers "Roadster" ausgeliefert hat, exportieren chinesische Produzenten von Elektroautos bereits tausendfach in die Vereinigten Staaten: Einem Bericht der Tageszeitung People's Daily zufolge sind allein beim Hersteller Baoya Vehicle in den ersten acht Wochen des Jahres 2009 rund 4800 Fahrzeugbestellungen eingegangen. Die Export-Fahrzeuge von Baoya, die �u�erlich teilweise verbl�ffende �hnlichkeiten mit bekannten Modellen aus Europa und Asien aufweisen, kosten laut People's Daily zwischen 30.000 und 35.000 Yuan (3400 bis 4000 Euro) und sollen bei vollen Akkus bis zu 150 Kilometer weit kommen und eine Spitzengeschwindigkeit von 80 km/h erreichen. Das Aufladen der bis zu 400 Kilogramm schweren Bleiakkumulatoren nimmt den Angaben zufolge zwischen f�nf und acht Stunden in Anspruch.

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2009-01-24

China schw�chelt beim Wirtschaftswachstum

Das Reich der Mitte kann im Vergleich zu den f�hrenden Industriestaaten zwar nach wie vor hohe Wachstumsraten aufweisen, sie sind aber deutlich niedriger als in den vergangenen Jahren:
Dass das Wachstum im vierten Quartal nur noch auf 6,8 % beziffert wird, gab der Sprecher der Statistikbeh�rde nur auf Nachfrage eines westlichen Journalisten zu. Denn der Wert hebt sich deutlich von dem scheinbar noch positiven Wert von 9 % Gesamtwachstum f�r 2008. Allerdings fiel es auch den staatlichen Statistikern nicht einfach, das Gesamtwachstum als besonders positiv zu verkaufen. Seit den Wirtschaftsreformen in den 1980er Jahren weist das Land eine durchschnittliche Wachstumsrate von 10 Prozent aus und der Wert wird ben�tigt, damit die zahllosen Arbeitssuchenden, die vom Land in die Metropolen str�men, auch Besch�ftigung finden. Allgemein geht man davon aus, dass China j�hrlich gut 7 % Wachstum braucht, damit es nicht zu heftigen sozialen Konflikten kommt und schon jetzt nehmen Arbeitsk�mpfe und Proteste zu. Der deutliche Abw�rtstrend hat sich im Reich der Mitte im vierten Quartal akzentuiert. Experten erwarten deshalb f�r das laufende Jahr nur noch ein Wachstum von gut 5 %, auch wenn die Regierung optimistisch noch 8 % anpeilt. Doch ist das angesichts der einbrechenden Exporte kaum noch zu erwarten, denn die k�nnen kaum �ber das Konjunkturpaket von umgerechnet mehr als 400 Milliarden Euro kompensiert werden. Eine harte Landung prognostizieren deshalb Experten dem Land. Der Konsum und die Exporte werden voraussichtlich 2009 weiter zur�ckgehen und auch in China steige die Gefahr einer Deflation, wie in Japan, warnt zum Beispiel der Analyst von Shanghai Securities, Hu Yuexiao.

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2008-12-20

Chinas Immobilienmarkt schmiert ab

Weitere Krisenmeldungen aus dem Reich der Mitte:
In Shanghai, Shenzhen and Guangzhou sind die Preise von Kommerziellen- und Wohnimmobilien im 3. Quertal so stark gefallen wie niemals zuvor. So meldet das Maklerunternehmen Savills Plc. f�r Shanghai einen Preiseinbruch von 19,5 Prozent gegen�ber dem Vorquartal. Dementsprechend ist im Oktober auch die Baut�tigkeit um 16,6 Prozent zur�ckgegangen, die im Vorjahresmonat noch einen Anstieg von 32,5 Prozent verzeichnet hatte. Bisher war die Baut�tigkeit Chinas wichtigste Wachstumsbranche, die f�r rund ein Viertel aller Anlageinvestitionen verantwortlich war und 77 Millionen Arbeitskr�fte besch�ftigte. Laut der Investmentfirma Macquarie Securities wird die Baut�tigkeit, die in den ersten drei Quartalen 2008 noch um neuen Prozent zulegen konnte, n�chstes Jahr jedoch um schwindelerregende 30 Prozent einbrechen. In den zur�ckliegenden f�nf Boom-Jahren hatten die chinesischen Immobilienentwickler allerdings riesige Gewinne angeh�uft, insbesondere wenn sie �ber Bauland verf�gen konnten, das sie am Anfang des Booms noch billig aufgekauft hatten. Jetzt kommen jedoch Objekte auf den Markt, wof�r die Grundst�cke um 2007, am H�hepunkt des Booms, eingekauft wurden und derzeit in der Regel nicht mit Gewinn verkauft werden k�nnen. Nach Reuters haben sich die Immobilienums�tze zuletzt schlichtweg halbiert, was etwa den gr��ten Immobilienentwickler, China Vanke, gezwungen habe, die Preise um ein Drittel zu senken.

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2008-11-14

China von Finanzkrise nicht verschont

Die Folgen der Finanzkrise machen auch vor dem langj�hrigen Wirtschaftswunderland China nicht halt:
Chinas Premierminister Wen Jiabao hat davor gewarnt, dass "die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf die chinesische Wirtschaft viel schlimmer (sind), als viele bef�rchtet haben", berichtet die in Hongkong erscheinende South China Morning Post. Mit den �u�erungen kommentierte Wen die j�ngsten Wirtschaftsdaten. Denen zu Folge war im Oktober die industrielle Produktion nur um 8,2 Prozent h�her, als ein Jahr zuvor. Im September hatte das Wachstum noch 11,4 Prozent betragen. Auf alle Wirtschaftsbereiche bezogen hatte das Wachstum im dritten Quartal noch neun Prozent betragen. ... Erstmalig seit 12 Jahren gingen im Oktober auch die chinesischen Steuereinnahmen zur�ck, wenn auch nur leicht mit -0,3 Prozent.
Zuvor hatte Peking bereits ein Konjunkturprogramm im Umfang von fast 600 Millionen US-Dollar angek�ndigt.

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2008-10-29

China produziert so viele umweltsch�dliche Gase wie die USA

China verschmutzt die Umwelt in einem gleich hohen Ma�e wie die USA:
Gleichstand: Die Regierung in Peking hat erstmals einger�umt, dass China und die USA etwa gleich viel Treibhausgase emittieren. Damit holt das asiatische Land die USA ein, den bisher gr��ten Produzent der klimasch�dlichen Gase. Die USA ist nicht mehr der gr��te Produzent von Treibhausgasen: "Nach unseren Daten haben die gegenw�rtigen Emissionen Chinas etwa das gleiche Ausma� wie die der USA erreicht", sagte der Vizedirektor der Reform- und Entwicklungskommission, Xie Zhenhua, vor Journalisten. Mit einer Bev�lkerung von 1,3 Milliarden Menschen machten die Emissionen pro Kopf aber nur ein F�nftel der US-Werte aus. China erzeugt zwei Drittel seiner Energie mit Kohle. Diese starke Abh�ngigkeit werde eine Beschr�nkung der Treibhausgase ziemlich schwierig machen, so Zhenhua. Au�erdem gingen 20 Prozent der chinesischen Emissionen auf die Produktion von Waren f�r den Export in entwickelte Staaten zur�ck.

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2008-08-14

Die Olympischen Spiele als Katalysator f�r Reformen?

Das Magazin Harvard Business Review hat Tarun Khanna, Professor f�r Verwaltungsangelegenheiten in der Wirtschaft, zum Thema befragt, ob die Olympischen Spiele in Peking zu Reformen in China f�hren:
With China hosting the Summer Olympic Games starting this week, some reformers see an opportunity to use the world stage as a platform to pressure the country's leadership into expanding social freedoms. Judging by recent news, they don't have much to cheer about. China has reportedly backed off an earlier pledge to give reporters covering the Olympics unfettered access to the Web. At the same time, it accused the Bush administration of politicizing the Games after the United States criticized China's policies on human rights. ... Khanna: Outside pressure can be a useful catalyst, but probably more so when used to feed internal constituencies for change, and less so when used confrontationally. What is quite interesting is how even ordinary citizens have taken umbrage at some of the so-called politicization of the Games. We should think about what this means. It suggests that purely raining on the Chinese parade isn't going to have the intended effect. It has to be combined with other action. ... it is forcing China to learn how to deal with the "softer" side of development, something that its neighbor, India, has been much better at. After all, we are discussing the Olympics, are we not, in a spirit of constructive engagement? That's a good sign, as are the debates within China that are prompted by the Olympics. Unsavory incidents, prompted by any side, will only set back the cause of promoting continual development in China, so we can all hope these do not come to pass

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2008-07-15

Hamburg nimmt sich Zeit f�r China

Die Hansestadt steht im September mal wieder im Zeichen von China: So findet vom 12. bis 27. September 2008 die Veranstaltungsreihe China Time statt, die der Hamburger Senat veranstaltet. Vorab l�uft vom 10. bis 12. September die Wirtschaftskonferenz "The Hamburg Summit: China meets Europe� statt. Ziel soll es laut der Pressemitteilung dazu sein,
die China-Kompetenz Hamburgs weiter zu st�rken und in einem informativen und ansprechenden Programm der �ffentlichkeit zu pr�sentieren. Mit seinem �ber Jahrzehnte gewachsenen China-Knowhow schafft Hamburg eine Plattform des Dialoges. Veranstaltungen zu Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft wecken Aufmerksamkeit, vermitteln Informationen und erm�glichen Begegnungen. ... Ein H�hepunkt wird die feierliche Er�ffnung des chinesischen Teehauses am 25. September 2008 sein, dessen architektonisches Vorbild das ber�hmte Huxinting-Teehaus im Shanghaier Yu-Garten ist. Auf dem Rathausmarkt erwarten die Besucher ab dem 12. September 2008 ein zehnt�giger Chinesischer Markt, organisiert von Roncalli, mit Kunsthandwerkern, H�ndlern, K�nstlern und chinesischer Gastronomie sowie ein Drachenboot-Sch�lercup auf der Binnenalster und am 13./14. September 2008 die Drachenbootregatta �Enter the Dragon�. Am 24. und 25. September bietet das Deutsch-Chinesische Bildungsforum bundesweit eine interdisziplin�r ausgerichtete Plattform zu aktuellen Entwicklungen der Bildungssektoren beider L�nder und der deutsch-chinesischen Bildungsprojekte.

Neben einem breiten Kultur- und Bildungsprogramm finden im Rahmen der CHINA TIME zahlreiche Vortr�ge und Podiumsrunden sowie aktuelle politische Diskussionen statt, so zum Beispiel die Podiumsdiskussion �China, Europa und die Menschenrechte: Wirtschaft statt Werte?� der GAL B�rgerschaftsfraktion Hamburg am 11. September 2008. Dar�ber hinaus beleuchten u. a. die folgenden Veranstaltungen �Europa und China � gemeinsam in der Klimafalle?� der Europa-Union am 15. September 2008 und die �One World, Different Dreams: Olympia 2008 und seine Folgen� des GIGA German Institute of Global and Area Studies am 24. September 2008

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2008-06-17

Wirtschaftssymposium: China und der Westen

Und gleich noch eine Veranstaltungsmeldung: Das Humboldt-Forum Wirtschaft veranstaltet am 25. Juni ein �konomisches Symposium zum Thema China und der Westen:
Seit der �ffnung nach Westen unter Deng Xiaoping Anfang der 80er Jahre kann China auf einen rasanten wirtschaftlichen Aufstieg zur�ckblicken: Wachstumsraten im zweistelligen Bereich, pulsierende Megacities, neue Kapitalm�rkte, Chinas wachsender Anteil am Welthandel und Prestigepro-jekte wie die diesj�hrigen Olympischen Sommerspiele in Peking sind ebenso Folgen dieser �ffnung wie Umweltprobleme, soziales Wohlstandsgef�lle, Rohstoffknappheit, kulturelle Spannungen, Handelsungleichgewichte sowie st�rkere Konkurrenz f�r westliche Unternehmen und deren Arbeitnehmer.

Zwischen Peking und Hongkong entsteht eine neue Wirtschaftsmacht von rasch zunehmendem Gewicht. China erschlie�t sich inzwischen auch westliche M�rkte und beeinflusst die Weltwirtschaft in zunehmendem Ma�e, nicht nur auf dem Gebiet der Produktion, sondern auch in Forschung und Entwicklung. Chinesische Investoren sind mittlerweile aus der Weltwirtschaft nicht mehr wegzudenken: in Afrika finanzieren sie Infrastrukur- und Energieversorgungsprojekte, in den USA versorgen ihre Staatsfonds taumelnde Banken mit Liquidit�t. Bei den Olympischen Spielen werden wir in diesem Jahr vielleicht einen Eindruck von der Zukunft bekommen: Laufen die Chinesen den Amerikanern davon?

Die Nebenwirkungen des Wachstums dieses neuen Standbeins der Weltwirtschaft stellen eine gro�e Herausforderung dar. Die Verschmutzung von Luft und Wasser geh�ren ebenso dazu wie die Konkurrenz um Rohstoffe, insbesondere die um �l und Gas. Der neue Wohlstand verharrt in den K�stenst�dten und ist im chinesischen Inland nicht angekommen. Die transatlantische Gemeinschaft einerseits und die Chinesen andererseits sind sich in der Frage um die Universalit�t der Menschenrechte ebenso uneinig wie �ber k�nftige Macht- und Einflusssph�ren wirtschaftlicher, geostrategischer und milit�rischer Art. ... In Vortr�gen, Podiumsdiskussion und Workshops wird nachvollzogen wer-den, wie Chinas Strategiewechsel von Abschottung hin zur Markt�ffnung tiefgreifende Wandlungsprozesse in wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Strukturen zur Folge hat.

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2008-04-08

China will als Outsourcing-Land punkten

China will Indien Marktanteile im luktrativen Gesch�ft mit Outsourcing-Auftr�gen abjagen:
In the foothills of Yuelu Mountain here, a young Mao Tse-tung found inspiration in nature for his political aspirations. Today, Communist Party officials have a different vision for this area: a valley of global outsourcing firms. One of them, Beijing-based Chinasoft International Ltd., is recruiting hundreds of workers to process medical bills and health insurance claims. Its target customers: U.S. doctors. Chinasoft is launching the venture with a Tennessee firm, Premier BPO Inc., which has similar operations in India and Pakistan. Chen Yuhong, Chinasoft's managing director, thinks it's only a matter of time before China makes big gains against India -- which now leads the world in information technology outsourcing. "They're seriously concerned about our challenge," said Chen, 44, who has a doctorate in engineering from Beijing Institute of Technology and speaks fluent English. Most analysts reckon it'll be perhaps a decade before China catches up. India's IT outsourcing revenue, estimated at $18 billion in 2007, is about six times the size of China's. The gap figures to be even bigger for business-process outsourcing, such as medical billing and back-office work. With its history as a British colony, India has workers with strong English skills and familiarity with Western culture. That gives companies there a big edge when bidding for jobs that require reading reports and talking to Americans. But China's sales of IT outsourcing work are growing at roughly twice the rate of India's. Consulting firm Analysys International says they jumped 45% in the fourth quarter of 2007, to about $600 million. Although much of that was for clients in Japan and other Asian countries, China is making a push to extend its reach. In 2006, the central government launched the "Thousand, Hundred, Ten" project, aimed at cultivating 1,000 Chinese outsourcing companies that would cater to 100 international clients. Beijing wants to situate them in at least 10 cities. Some are familiar locales -- Shanghai, Beijing and Shenzhen. But success or failure may come down to smaller cities largely unknown abroad.

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2008-01-12

Der Aufstieg der "Kreativ-Wirtschaft" in China

Brian Holmes hat sich Gedanken gemacht �ber die zunehmende Rhetorik der "Creative Industries" in China (da vor allem Werbung, PR, Spots und Lifestyle-Magazine damit gemeint sind, nicht mit Kulturindustrie zu �bersetzen, es handelt sich um eine postmoderne Fortschreibung derselben): Ihm zufolge geht es um die Aufrechterhaltung eines Systems
of the contemporary division of labor, in which massively individualized mobility is channeled and orchestrated to fit the needs of those with superior information-gathering power and organizational technique. The central question under such a social system is: Who will supply the mobilizing energies to hundreds of millions of free agents? Who will communicate to the communicators? Here is where the creative industries come in: not the traditional fine arts, nor the modernist cultural industries like cinema and radio, but instead the newly minted and digitized professions that shape the lightweight, complex, ephemeral, ever-changing aesthetic experiences of the hyper-mediated city. The professionals who create the advertising, the color schemes, the lighting, the ambiance, the interactive circuits, the interior design, but also the artists and musicians and publics who soak up that light and make those ambiances vibrant and interesting and valuable on the market. Throughout China right now there is a rising buzz around the creative industries, in Beijing as they get ready for the Games, in Shanghai as they work toward the World Expo, in the Pearl River Delta as they add entire new city centers and cultural facilities to urban production zones trying to upgrade from their status as the world factory. The interest in this new �new economy� is sustained at the governmental level by a small army of foreign consultants who have come to sell their skills and reinvent themselves in Beijing, and it�s amplified back in the West by professional style magazines like Fast Company, which ran a glitzy special on �China�s New Creative Class� in mid-2007. ...

As a twenty-five year-old computer programmer confided to labor researcher Andrew Ross: �China is a very crowded world and Shanghai is not a place you can ever relax. Even when I try to relax, I can feel the economy behind me, running up at my back.� The art of outracing the economy, of dancing and twirling and glittering just in advance of its leading edges, is what defines the creative industries. The creative industries discourse (CI) is brand new, since it was only codified by the British cultural ministry�s Creative Industries Task Force in 1998. But it�s also very old, if you date it back to Ronald Reagan�s �Creative Society� speech in the mid-1960s, one of the foundation stones of neoliberal doctrine. ...

CI is both a policy discourse and a promotional rhetoric. It flourishes in financialized economies, driven by speculation on prosumer appetites for aesthetic goods and services. For governments, the aim is to attain higher levels of employment and economic growth, by commodifying and privatizing some of the cultural programs judged necessary for social cohesion. For businesses, it�s a matter of competing in highly profitable sectors where new-style design products, entertainment and IT meet the old-fashioned pay dirt of real-estate. CI has exploded in East Asia since the turn of the millennium. Michael Keane has shown how it emerged as a full-fledged policy discourse in China over a mere two-year period (2004-06). Updating their former emphasis on mass-media spectacles with traditional content, officials now speak of �Cultural and Creative Industries.� The goal is a rise of Chinese products through the global value-chain, from �Made in China� to �Created in China.� But the advertising and design professions are also supposed to fuel a surge in the nation�s consumption of its own seemingly boundless productivity � an elusive goal which is considered essential by both the Communist party and American trade representatives. The concrete results of all this have been the overnight bloom of �creative clusters� in China�s coastal cities: integrated districts where the multiple arts of human creativity are brought into a theoretically ideal mix on the urban territory.

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2008-01-06

China startet Sondierung zum Umweltschutz

Peking will herausfinden, wie gro� die Umweltsch�den im Reich der Mitte bereits sind:
Es ist eine Erhebung gigantischen Ausma�es: China will mit seiner ersten landesweiten Umfrage herausfinden, wie schlimm es um die Umwelt im eigenen Land bestellt ist. Dabei greift die Regierung auf einige Tricks zur�ck, um Provinzpolitiker zur Wahrheit zu ermutigen. China hat sich nach 30 Jahren Reformen seinen wirtschaftlichen Aufschwung teuer erkauft. Wasser, Luft und B�den sind durch Schadstoffe schwer belastet. 26 Prozent aller Oberfl�chengew�sser von den Str�men bis zu den Seen seien selbst f�r eine wirtschaftliche Nutzung �v�llig unbrauchbar�. 62 Prozent �eignen sich nicht f�r Fische�. 90 Prozent der Fl�sse, die durch die St�dte flie�en, sind �umweltverseucht�, schrieb am Wochenende die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Ihre Wasseranalyse deckt sich mit der fortschreitende Verschlechterung der Luft. Die Schwefeldioxid-Emissionen stiegen von 2000 bis 2005 um 27,8 Prozent. Mehr als ein Drittel des Landes und seiner B�den ist heute vom �Sauren Regen� oder von Schwermetallen und Chemiegiften, die die Fl�sse anschwemmen, gesch�digt. Beim CO2-Aussto� wird China, das seinen Strom vor allem aus Kohle erzeugt, in absoluten Zahlen vermutlich 2008 die USA einholen. Stimmen diese katastrophalen Bilanzen? Oder ist das Szenario gar noch schlimmer? Nur wenige Wochen nach der Bali-Konferenz will China mit seiner ersten landesweiten Umfrage seit Gr�ndung der Volksrepublik wissen, wie es wirklich um seine Umwelt bestellt ist. Gleich nach dem Fr�hlingsfest sollen ab Mitte Februar hunderttausende Erheber zu einer zweimonatigen Bestandsaufnahme ausschw�rmen. Die ein Jahr lang geschulten Befrager suchen die Schadstoff-Quellen in den Provinzzentren, St�dten und Armeeeinheiten ebenso heim wie die Agrarbertriebe in den 2858 Landkreisen. Allein in der Hauptstadt Peking sollen 82.000 Schadstoff-Verursacher abgefragt werden. ...

F�r die aufwendige Mamut-Befragung der Schadstoff-Verursacher aus vier verschiedenen Bereichen, die sich Peking umgerechnet rund 70 Millionen Euro kosten l�sst, wurde als Stichtag der 31. Dezember 2007 festgelegt. Untersuchungsschwerpunkte sind neben den Unternehmen, die Schwermetalle, gef�hrlichen oder radioaktiven Abfall produzieren, auch die elf schlimmsten Verursacher aus der Papier-, Strom-, Stahlindustrie oder Petrochemie und 16 Branchen mit hohem Schadstoffaussto� wie Arzneimittel, Verkehrsbetriebe, Bergbau. Die Ergebnisse des ersten Umweltzensus Chinas sollen vor Juli 2009 ver�ffentlicht werden.

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2008-01-04

China kauft sich in australische Finanzwirtschaft ein

China goes down under via Hongkong:
Finanztransaktion mit politischer Sprengkraft: Die staatliche chinesische Devisenbeh�rde hat sich heimlich bei drei der vier gr��ten Banken Australiens eingekauft. Interesse hat sie auch an britischen Geldh�usern. Der Einstieg der Chinesen geschah von Hongkong aus: Es war der Hongkonger Ableger der State Administration of Foreign Exchange (Safe), der die Aktienk�ufe in Australiens Bankenszene abwickelte. Auf den ersten Blick erscheint die Beteiligung klein. Sprecher der Australia and New Zealand Bank, der Commonwealth Bank sowie der National Australia Bank der "Financial Times" sagten, Safe halte jetzt Anteile von jeweils weniger als ein Prozent an ihren Instituten. Der Wert der Beteiligung bel�uft sich aber auf auf 200 Millionen australische Dollar - jeweils. In der Summe sind das umgerechnet rund 320 Millionen Euro. Safe habe die Aktien in den vergangenen zwei Monaten in kleinen Schritten gekauft, um den Kurs nicht zu beeinflussen und unerkannt zu bleiben ... Die M�glichkeiten der Chinesen sind gro�: Safe verwaltet mehr Devisen-Reserven als irgendeine andere Finanzeinrichtung auf der Welt. Insgesamt hat die Volksrepublik 1,3 Billionen Dollar an Devisenreserven angeh�uft.

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2008-01-02

Deutsche Maschinenbauer haben Angst vor Chinesen

Das Patentwesen ist sicherlich nicht golden, die neue Idee deutscher Maschinenbauer aber auch nicht gerade gl�nzend:
Bei deutschen Maschinenbauern wird wieder verst�rkt auf den Geheimnisschutz rund um Forschung und Entwicklung gesetzt. Gleichzeitig kommt der alternative Patentschutz von Erfindungen in diesem Industriebereich laut einem Bericht der Financial Times Deutschland aus der Mode. Ziel dieses Trends ist es demnach, den im Westen gef�rchteten chinesischen Produktkopierern das Handwerk zu erschweren. "Wir raten unseren Mitgliedern inzwischen, Patente nur noch anzumelden, wenn die Produkte ein sehr komplexes technisches Know-how voraussetzen", erl�utert der Hauptgesch�ftsf�hrer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Hannes Hesse. Nach einer Studie des VDMA sind vier F�nftel der Unternehmen der Investitionsg�terindustrie bereits Opfer so genannter Produktpiraterie geworden. Die Sch�den durch Plagiate w�rden weltweit auf bis zu 660 Milliarden Euro j�hrlich gesch�tzt. Auf dem Rechtsweg gebe es gerade in China aber kaum Chancen, sich gegen den Ideenklau zur Wehr zu setzen, erkl�rt Hesse. "Viele Unternehmen lauern deshalb darauf, bis die Plagiate in L�ndern auftauchen, in denen das Rechtssystem besser funktioniert. Erst dann gehen sie gegen die Produktpiraten vor." Tats�chlich sind viele Maschinenbauer vorsichtig geworden. Man stelle nur noch wenige Patentantr�ge, hei�t es beim weltgr��ten Stahlwerksbauer SMS Group. Chinesische Konkurrenten w�rden regelm��ig Patentschriften studieren, um die Produkte dann zu kopieren. "Wir versuchen, die Chinesen so lange wie m�glich auf Abstand zu halten", lautet auch die Parole von Harald Joos, Chef des Kranherstellers Demag. Der Weltmarktf�hrer bei mobilen Lastenhebern in H�fen, der insgesamt �ber rund 1500 Patente verf�gt, hat schlechte Erfahrungen gemacht. Zwei fr�here Kran-Generationen seien von den Chinesen nachgebaut worden. Die neuesten Ger�te seien wegen des gr��eren und schwieriger zu kopierenden Softwareanteils dagegen noch nicht betroffen. Den Pr�sident des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), J�rgen Schade, besorgt die Entwicklung. "Patente nicht anzumelden, bedeutet, weltweit keinen Schutz zu haben." Dann k�nnten Produkte, die etwa auf Messen ausgestellt werden, von jedem kopiert werden.

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2007-12-21

China kauft Dreckschleudern aus dem Westen auf

Die New York Times geht den Fallen der Globalisierung am Beispiel der Industrialisierung Chinas nach:
When residents of this northern Chinese city hang their clothes out to dry, the black fallout from nearby Handan Iron and Steel often sends them back to the wash. Half a world away, neighbors of ThyssenKrupp�s former steel mill in the Ruhr Valley of Germany once had a similar problem. The white shirts men wore to church on Sundays turned gray by the time they got home. These two steel towns have an unusual kinship, spanning 5,000 miles and a decade of economic upheaval. They have shared the same hulking blast furnace, dismantled and shipped piece by piece from Germany�s old industrial heartland to Hebei Province, China�s new Ruhr Valley. The transfer, one of dozens since the late 1990s, contributed to a burst in China�s steel production, which now exceeds that of Germany, Japan and the United States combined. It left Germany with lost jobs and a bad case of postindustrial angst. But steel mills spewing particulates into the air and sucking electricity from China�s coal-fired power plants account for a big chunk of the country�s surging emissions of sulfur dioxide and carbon dioxide. ...

China�s worsening environment has also upended the geopolitics of global warming. It produces and exports so many goods once made in the West that many wealthy countries can boast of declining carbon emissions, even while the world�s overall emissions are rising quickly. ...

�It seems to me that China is making all the mistakes that we made in the 19th century,� said Wilhelm Grote, an environmental regulator in Dortmund, who recalls washing his father�s car as a child, only to see it immediately blanketed by soot. �They will find it is much more expensive to fix up later than to do it right from the start.� Having ignored the environmental consequences of its industrial binge for years, the Communist Party leadership now says it is determined to develop a cleaner economic model. Beijing has tried to enforce ambitious � though so far unmet � targets to improve energy efficiency and reduce emissions. ...

There are few signs, however, that Chinese officials have real regrets about becoming the world�s hub of heavy industry.

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2007-12-20

Der Weihnachtsmann kommt aus China

Jetzt wird endlich aufgedeckt, wo der ganze Weihnachts-Krimskrams herkommt:
Ob Christbaumkugeln, Nikolauskost�me oder Plastiktannen: Vom Gro�handelsmarkt der chinesischen Stadt Yiwu aus wird die halbe Welt mit Weihnachtsdeko versorgt. In den Hallen des riesigen Handelszentrums am Stadtrand von Yiwu weihnachtet es heftig. Lichterketten blinken an Hunderten von St�nden. Elektrische Weihnachtsm�nner - im Kleinformat, aber auch menschengro� - wippen im Takt von "Jingle Bells" mit den H�ften. Nikolausm�ntel h�ngen meterlang aufgereiht. Der Gro�handelsmarkt der 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt ist der gr��te der Welt. "Internationale Handelsstadt" nennt die Lokalregierung die von H�geln ums�umte Ansammlung aus Werkshallen, B�rohochh�usern und hastig hochgezogenen Wohnbl�cken in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Sogar Unternehmen aus anderen Landesteilen, die Lametta, Weihnachtsglocken oder Engel produzieren, vertreiben ihre Waren hier. Rund drei Viertel der chinesischen Exporte und mehr als die H�lfte der europ�ischen Importe von Weihnachtsdekorationen werden mittlerweile �ber Yiwu abgewickelt. In den USA liegt der Marktanteil gar bei 70 Prozent, behaupten chinesische Statistiken. Die Chancen stehen also gut, dass auch Ihre Christbaumkugeln aus Yiwu kommen. Vielleicht sogar von Sophie Huang. "Wir produzieren bis zu 300.000 Kugeln pro Tag", erz�hlt die Gesch�ftsf�hrerin der Firma Festival Gift. Klein und einfarbig, mit Sternchen bemalt, aber auch gro� wie Fu�b�lle: Das Unternehmen macht alles. Nat�rlich auch Plastikweihnachtsb�ume. �ber 90 Prozent gehen in den Export. "Deutschland ist in Europa unser gr��ter Absatzmarkt", erz�hlt Huang. Ihre Konkurrenten sitzen gleich um die Ecke. Mehr als 300 Unternehmen produzieren in Yiwu Weihnachtsdekoration f�r die Welt.

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2007-12-17

Mindestl�hne und Urlaub f�r chinesische Arbeiter

Wer h�tte gedacht, dass nicht nur hierzulande, sondern auch in China heftig �ber Mindestl�hne diskutiert wird? Peking hat hier inzwischen Fakten geschaffen:
Am 1. Januar tritt ein neues Arbeitsvertragsgesetz in Kraft, das auch f�r Firmen mit ausl�ndischen Gesellschaftern gilt. Das Gesetz sieht f�r Vollzeit-Besch�ftigte einen besseren K�ndigungsschutz, h�here Abfindungen und garantierte Mindestl�hne vor. Zugleich gibt sich China auch eine neue Urlaubsregelung. Der Staatsrat billigte dazu eine Feiertagsverordnung, die am Sonntag auf der Webseite der Regierung ver�ffentlicht wurde. Demnach wird es k�nftig pro Jahr elf statt bislang zehn bezahlte Feiertage f�r alle Arbeiter und Angestellten geben, die in festen Besch�ftigungsverh�ltnissen stehen. ... Unabh�ngig von den elf staatlichen Feiertagen garantiert der Staat allen Arbeitnehmern auch einen vertragsrechtlichen Anspruch auf Jahresurlaub. In einer ebenfalls neuen Zehn-Punkte Bestimmung legt der Staatsrat in Artikel III f�r eine Betriebszugeh�rigkeit von einem bis zehn Jahre ein Anrecht auf f�nf bezahlte Urlaubstage fest. Bei unter 20 Jahren sind es zehn Tage und dar�ber hinaus 15 Tage. ... Vom neuerlichen Kostenschub werden in erster Linie arbeitsintensive Massenhersteller chinesischer Billigwaren etwa aus den Bereichen Textilien, Spielzeug oder Schuhen getroffen � vor allem dann, wenn sie in die USA oder in den Dollarraum exportieren. Sie stehen mit ihren minimalen Margen bereits unter Druck, weil Chinas W�hrung seit 2005 gegen�ber dem US-Dollar um etwa elf Prozent abgewertet wurde. Gleichzeitig m�ssen die Unternehmen steigende Energie- und Transportkosten auffangen. In den vergangenen Monaten kam es unter Schuhherstellern in S�dchinas Provinz Guangdong bereits zu einer ersten Pleitewelle.

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2007-12-11

Unruhen wegen hoher Lebensmittelpreise in China

Nicht nur die Bundesb�rger sehen sich seit dem Herbst mit deutlich gestiegenen Lebensmittelpreisen konfrontiert, sondern auch die Chinesen. Nur mit dem Unterschied, dass die sozialen Folgen im Reich der Mitte schwerwiegender sein k�nnten:
Chinas Inflationsrate hat im November den h�chsten Stand seit Dezember 1996 erreicht. Durch die starke Verteuerung von Lebensmitteln w�chst nicht nur die Angst vor einer �berhitzten Wirtschaft, sondern auch vor sozialen Unruhen. Die Inflationsrate f�r Verbraucherpreise beschleunigte sich auf 6,9 Prozent gegen�ber dem Vorjahr, meldete das chinesische Amt f�r Statistik am Dienstag. Der Vergleichswert im Oktober lag bei 6,5 Prozent. Lebensmittel verteuerten sich im Jahresvergleich um 18,2 Prozent. Sie machen ein Drittel in der Zusammensetzung des Warenkorbes im Verbraucherpreisindex aus. Allein die Preise f�r Schweinefleisch sind im Jahresvergleich in China im November 56 Prozent nach oben geschnellt. ... Die steigenden Nahrungsmittelpreise gef�hrden nicht nur die boomende Wirtschaft, sondern auch den sozialen Frieden. Das machte ein Ansturm beim Verkauf von Speise�l im vier Millionen Einwohner z�hlenden Chongqing im S�dwesten Chinas im vergangenen Monat deutlich, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. Am Wochenende hatte China deswegen die Z�gel in der Geldpolitik �berraschend straff angezogen: Auf Anweisung der Regierung in Peking hob die Zentralbank die vorgeschriebene Mindestreserve f�r Banken um einen vollen Prozentpunkt auf 14,5 Prozent an.

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2007-12-03

Post auf Appeasement-Kurs gegen�ber Peking

Die Deutsche Post will sich ihre Felle in China nicht davon schwimmen lassen und macht den Kotau gegen�ber Peking:
Die Beziehungen zu China sind nach Angela Merkels Dalai-Lama-Empfang auf einem Tiefpunkt. Die Wirtschaft verlangt besorgt einen neuen Kuschelkurs - die Post macht vor, wie's geht: Sie l��t das religi�se Oberhaupt der Tibeter nicht mehr als Motiv auf Wertmarken zu. Im Gegensatz zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scheut sich die Deutsche Post, mit dem Dalai Lama in Verbindung gebracht zu werden. Sie lehnte es jetzt ab, das religi�se Oberhaupt der Tibeter auf einem ihrer Produkte - dem "Plusbrief Exklusiv" - abzubilden. Eigentlich d�rfen Kunden gegen Entgelt Gesch�fts- und Werbebriefe mit einem selbst ew�hlten Bildmotiv in der Marke versehen. Doch als die deutsche Gruppe "International Campaign for Tibet" j�ngst ihre Umschl�ge mit dem Friedensnobelpreistr�ger von 1989 schm�cken wollte, trat die Post von dem Vertrag zur�ck. Die von den Tibet-Aktivisten gew�hlten Motive liefen "den Gesch�ftsinteressen der Deutschen Post und der mit ihr verbundenen Unternehmen zuwider" und seien zudem "geeignet, den Betriebsfrieden der Deutschen Post AG und ihrer verbundenen Unternehmen zu st�ren", argumentierte sie in einem Schreiben. Unterschrift: "Ihr Team Plusbrief der Deutschen Post AG". Die Postler f�rchten offensichtlich um die guten Fernost-Gesch�fte ihrer Tochter, dem Expressunternehmen DHL, das in China �ber 70.000 Kunden hat. Die Absage sei "inakzeptabel", erkl�rte dagegen der Gesch�ftsf�hrer der "International Campaign f�r Tibet", Kai M�ller. Sie zeige, "wie weit der politische Einfluss Chinas nach Deutschland reicht". Gegen einen anderen Kirchenf�hrer hatten die Postler nichts einzuwenden: Papst Benedikt XVI. durfte auf einem Briefumschlag erscheinen.

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2007-11-16

US-Hightech-Wirtschaft hat Angst vor chinesischen Spionen

F�r die US-Hightech-Branche gilt Wirtschaftsspionage made in China als eine der gr��ten Bedrohungen:
A congressional advisory panel said Thursday that Chinese spying represents the greatest threat to U.S. technology and recommended counterintelligence efforts to stop China from stealing the nation's manufacturing expertise. The U.S.-China Economic and Security Review Commission also said in its annual report to Congress that small and medium manufacturers, which represent more than half the manufacturing jobs in America, "face the full brunt of China's unfair trade practices, including currency manipulation and illegal subsidies for Chinese exports." China's economic policies create a trade relationship that is "severely out of balance" in China's favor, said the commission, which Congress set up in 2000 to investigate and report on U.S.-China issues. Carolyn Bartholomew, the commission's chairwoman, told reporters that "China's interest in moving toward a free market economy is not just stalling but is actually now reversing course." China denied any spying activities, stressing the importance of healthy economic ties with the U.S. "China never does anything undermining the interests of other countries," Chinese Foreign Ministry spokesman Liu Jianchao said at a regular briefing Thursday in Beijing. "China and the U.S. have a fundamental common interest in promoting sound and rapid development." The report comes about a year before U.S. presidential and congressional elections, and candidates have been critical of what they see as China's failure to live up to its responsibilities as an emerging superpower. China often is singled out for its flood of goods into the United States; for building a massive, secretive military; for abusing its citizens' rights; and for befriending rogue nations to secure sources of energy.
Das h�rt sich ja gleich mal wieder an einem Rundumschlag an.

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2007-09-28

Der Boom legt China trocken

Der Grundwasserspiegel sinkt bedrohlich in China vermeldet die New York Times in einer Serie �ber die Schattenseiten des Booms im Reich der Mitte:
Hundreds of feet below ground, the primary water source for this provincial capital of more than two million people is steadily running dry. The underground water table is sinking about four feet a year. Municipal wells have already drained two-thirds of the local groundwater. Above ground, this city in the North China Plain is having a party. Economic growth topped 11 percent last year. Population is rising. A new upscale housing development is advertising waterfront property on lakes filled with pumped groundwater. Another half-built complex, the Arc de Royal, is rising above one of the lowest points in the city�s water table. �People who are buying apartments aren�t thinking about whether there will be water in the future,� said Zhang Zhongmin, who has tried for 20 years to raise public awareness about the city�s dire water situation. For three decades, water has been indispensable in sustaining the rollicking economic expansion that has made China a world power. Now, China�s galloping, often wasteful style of economic growth is pushing the country toward a water crisis. Water pollution is rampant nationwide, while water scarcity has worsened severely in north China � even as demand keeps rising everywhere. China is scouring the world for oil, natural gas and minerals to keep its economic machine humming. But trade deals cannot solve water problems. Water usage in China has quintupled since 1949, and leaders will increasingly face tough political choices as cities, industry and farming compete for a finite and unbalanced water supply. One example is grain. The Communist Party, leery of depending on imports to feed the country, has long insisted on grain self-sufficiency. But growing so much grain consumes huge amounts of underground water in the North China Plain, which produces half the country�s wheat. Some scientists say farming in the rapidly urbanizing region should be restricted to protect endangered aquifers. Yet doing so could threaten the livelihoods of millions of farmers and cause a spike in international grain prices. For the Communist Party, the immediate challenge is the prosaic task of forcing the world�s most dynamic economy to conserve and protect clean water. Water pollution is so widespread that regulators say a major incident occurs every other day. Municipal and industrial dumping has left sections of many rivers �unfit for human contact.�

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Wie fit ist der Panda?

Der Economist besch�ftigt sich mit einer Absch�tzung der Wirtschaftskraft Chinas und kommt zu gemischten, insgesamt aber positiven Ergebnissen:
In many ways China today looks ominously similar to Japan before its bubble burst at the start of the 1990s, resulting in a decade of stagnation. Like Japan, China has high rates of saving and investment, low real interest rates, soaring asset prices, a big current-account surplus and upward pressure on its currency. After the Plaza accord between the big industrial countries in 1985, the Japanese yen rose by 80% against the dollar in three years. Many in China have concluded that the blame for Japan's economic malaise in the 1990s lay largely with the appreciation of the yen. Beijing has therefore allowed the yuan to rise by only 10% since July 2005. But Japan's real mistake was its loose monetary policy to offset the impact of the rising yen�which further inflated the bubble�and then its failure to ease policy once the bust had happened. By holding down the value of the yuan and allowing a consequent build-up of excess liquidity, China risks repeating the same error. However, Paul Cavey, a China economist at Macquarie Securities, suggests that China may have more in common with Taiwan in the 1980s than with Japan. Taiwan's bubble was even bigger, with share prices rocketing by 1,800% between 1985 and 1990. In Japan, reserve accumulation did not play a big role in the bubble. By contrast, the foreign-exchange inflows into Taiwan were greater in relation to its GDP than those seen recently in China. Taiwan, like Japan, saw a big rise in its exchange rate, by 60% in the four years to 1989. In 1990-91 the Taipei stockmarket slumped by 75%, even more than the Tokyo market did. But Taiwan's growth remained fairly strong because policy was eased much sooner than it was in Japan. In other words, contrary to Beijing's fears, a big exchange-rate rise does not inevitably lead to economic depression. The other big difference between China and Japan in the late 1980s is that Japan had a serious property bubble against which banks had lent heavily. Although a house-price crash would have much nastier consequences for China's economy than a share-price crash, because 80% of China's urban households now own their home, there is no evidence of a nationwide housing bubble. Average house prices across China are rising at an annual rate of 8%, with double-digit gains in some cities, such as Shenzhen and Beijing. In a developed economy such increases might seem a little bubbly, but not in one in which nominal GDP is growing at an annual pace of 15%. The ratio of house prices to average income has fallen by 25% in China since 1999. In contrast, at their peak last year American house prices had risen by 45% relative to incomes. A collapse in house prices therefore seems unlikely in China. ... China's economic success has been based on the essential ingredients of growth: high savings, openness to trade, good education and strong productivity growth. This means its long-term prospects remain strong, although its trend growth rate will inevitably slow as its economy matures and its labour force starts to shrink.

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2007-08-26

Chinas Wirtschaftswunder hustet und keucht

Die New York Times berichtet �ber die stark wachsende Umweltverschmutzung in China als Folge des Aufschwungs:
Just as the speed and scale of China�s rise as an economic power have no clear parallel in history, so its pollution problem has shattered all precedents. Environmental degradation is now so severe, with such stark domestic and international repercussions, that pollution poses not only a major long-term burden on the Chinese public but also an acute political challenge to the ruling Communist Party. And it is not clear that China can rein in its own economic juggernaut. Public health is reeling. Pollution has made cancer China�s leading cause of death, the Ministry of Health says. Ambient air pollution alone is blamed for hundreds of thousands of deaths each year. Nearly 500 million people lack access to safe drinking water. Chinese cities often seem wrapped in a toxic gray shroud. Only 1 percent of the country�s 560 million city dwellers breathe air considered safe by the European Union. Beijing is frantically searching for a magic formula, a meteorological deus ex machina, to clear its skies for the 2008 Olympics. Environmental woes that might be considered catastrophic in some countries can seem commonplace in China: industrial cities where people rarely see the sun; children killed or sickened by lead poisoning or other types of local pollution; a coastline so swamped by algal red tides that large sections of the ocean no longer sustain marine life. China is choking on its own success. The economy is on a historic run, posting a succession of double-digit growth rates. But the growth derives, now more than at any time in the recent past, from a staggering expansion of heavy industry and urbanization that requires colossal inputs of energy, almost all from coal, the most readily available, and dirtiest, source. �It is a very awkward situation for the country because our greatest achievement is also our biggest burden,� says Wang Jinnan, one of China�s leading environmental researchers. �There is pressure for change, but many people refuse to accept that we need a new approach so soon.� China�s problem has become the world�s problem. Sulfur dioxide and nitrogen oxides spewed by China�s coal-fired power plants fall as acid rain on Seoul, South Korea, and Tokyo. Much of the particulate pollution over Los Angeles originates in China, according to the Journal of Geophysical Research. More pressing still, China has entered the most robust stage of its industrial revolution, even as much of the outside world has become preoccupied with global warming. Experts once thought China might overtake the United States as the world�s leading producer of greenhouse gases by 2010, possibly later. Now, the International Energy Agency has said China could become the emissions leader by the end of this year, and the Netherlands Environment Assessment Agency said China had already passed that level.
Die alte Spannungslage zwischen �konomie und �kologie tritt mal wieder voll zu Tage.

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2007-07-19

Chinas rasantes Wirtschaftswachstum geht weiter

Chinas Wirtschaft w�chst und w�chst und w�chst:
Chinas Wirtschaft erlebt gegenw�rtig sein schnellstes Wachstum seit zw�lf Jahren. Die Wachstumsraten liegen inzwischen bei fast 12 Prozent. In K�rze wird das Land Deutschland als drittgr��te Volkswirtschaft der Welt �berholen. Die Wirtschaft sei im vergangenen Quartal um 11,9 Prozent gewachsen und damit so deutlich wie seit elf Jahren nicht mehr, teilte das Nationale Statistikb�ro am Donnerstag mit. Viele Experten erwarten nun, dass die Zentralbank die Zinsen anheben wird, um eine �berhitzung der Wirtschaft zu verhindern. Der Zuwachs ist der h�chste in einem Quartal seit Ende 1995. China hatte erst 2005 Gro�britannien als weltweit viertgr��te Volkswirtschaft �berholt. Nun ist das kommunistische Land Deutschland als Nummer drei auf den Fersen. Allerdings gab es neben der Zunahme um 0,8 Prozent gegen�ber dem ersten Quartal eine Inflation von 4,4 Prozent, teilte das Statistische Amt am Donnerstag in Peking mit. Das war die h�chste Preissteigerung seit mehr als zwei Jahren und wurde als Zeichen f�r eine �berhitzung gesehen. Das Statistikamt k�ndigte einer Reihe makr�konomischer Ma�nahmen an, "um die Struktur des Wirtschaftswachstums zu �ndern". Ziel bleibe ein gesundes und schnelles Wachstum der Volkswirtschaft. Einige Experten sehen China dagegen heute bereits als drittgr��te Wirtschaftsnation nach den USA und Japan. Der Chef�konom der Standard Chartered Bank in Shanghai, Stephen Green, geht davon aus, dass das Statistikamt das tats�chliche Bruttoinlandsprodukt um 10 bis 20 Prozent untersch�tzt.
Update: Einen guten Hintergrundbericht �ber die w�sten Zahlenspiele und chinesische M�rchen gibts in der S�ddeutschen Zeitung:

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2007-04-19

Chinas Wirtschaftswachstum macht Angst

Chinas strammes Wirtschaftswachstum gibt Bedenkentr�gern mal wieder Vorschub:
Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal des laufenden Jahres st�rker als im Vorquartal gewachsen. Sie sei mit einer Jahresrate von 11,1 Prozent gewachsen, teilte das nationale Statistikb�ro am Donnerstag in Peking mit. Die Rate lag damit �ber dem von der Notenbank prognostizierten Wert von 10,2 Prozent. Im Vorquartal war die Wirtschaft noch um 10,4 Prozent gewachsen. Im ersten Quartal 2006 betrug das Wachstum 10,7 Prozent. Auch die Inflation auf Verbraucherebene zog den Angaben zufolge an. Sie beschleunigte sich auf 2,7 Prozent im ersten Quartal 2007. ... Die Industrieproduktion stieg zum Vorjahresquartal um 18,3 Prozent. Im ersten Vierteljahr 2006 war sie noch um 16,7 Prozent geklettert. Die Einzelhandelsums�tze legten um 14,9 Prozent zum Vorjahresquartal zu. Im ersten Quartal 2006 waren sie um 12,8 Prozent gewachsen. Die wichtigsten europ�ischen Aktienindizes sind am Donnerstag belastet von sehr starken Konjunkturdaten aus China schwach in den Handel gestartet. Nun machten sich �ngste vor einer �berhitzung breit, sagten H�ndler. An den japanischen B�rsen h�tten diese Sorgen bereits zu starken Kursabschl�gen gef�hrt
Hierzulande werden ein paar Prozent Wachstum dagegen als Boom und Wunder bezeichnet.

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2007-03-19

Chinas hei� laufende Wirtschaft

Peking macht sich mal wieder Sorgen um eine �berhitzung des Wirtschaftklimas:
Chinas Zentralbank hat die Leitzinsen auf den h�chsten Stand seit acht Jahren gesetzt, um das Wachstum und die zuletzt steigende Inflation einzud�mmen. Ministerpr�sident Wen Jiabao hatte zuvor ungew�hnlich deutlich vor einer �berhitzung der Wirtschaft gewarnt. "Das gr��te Problem von Chinas Wirtschaft ist, dass das Wachstum instabil, unausgewogen, unkoordiniert und nicht nachhaltig ist", sagte Wen zum Abschluss des Volkskongresses am Freitag. Wens Aussagen und der Zinsschritt belegen, dass in China Bedenken stark zunehmen, die Wirtschaft k�nne �berhitzen und daraus ein Crash folgen. Die Wirtschaft legte 2006 das vierte Jahr in Folge zweistellig zu - befeuert von Investitionen und Exporten. Ein R�ckschlag w�rde auch die Weltwirtschaft empfindlich treffen. Wen kritisierte das �berm��ig starke Wachstum der Investitionen, die zu hohe Kreditvergabe, die exzessive Liquidit�t im Land und Ungleichgewichte in der Handels- und Zahlungsbilanz. Trotz der stabilen Entwicklung der letzten Jahre sei "nicht die Zeit f�r Selbstgef�lligkeit", sagte der Regierungschef.

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